„Berlin ist laut, schnell und stinkt.“

„Romeo“ Anton Pohle über die Vorzüge eines Sommers in Thüringen:

Sommertheater in Thüringen, was hat dich überzeugt?

Die Möglichkeit den Sommer außerhalb von Berlin zu verbringen. Berlin ist laut, schnell und stinkt. Es ist zwar sehr schön dort, aber irgendwann wird das zu viel.

Hast du bereits Erfahrungen mit „Romeo und Julia“? Welcher Art?

Ja, natürlich. Selbst der größte Theatermuffel kennt Romeo und Julia. Früher war ich auch ein Theatermuffel, dann habe ich aber den Film von Baz Luhrmann gesehen, mit Leonardo DiCaprio als Romeo, und habe daraufhin das Stück gelesen. Ehrlich gesagt fand ich es nicht gut. Inzwischen hat sich das aber geändert.

Warum?

Wie gesagt: ich war ein echter Theatermuffel. Mein einziger Umgang mit Dramen fand daher in der Schule statt; die Art und Weise lies allerdings mehr als zu wünschen übrig. Erst später auf der Schauspielschule haben sich Vers und Drama für mich erschlossen. Shakespeare gehörte dennoch nicht zu meinen Lieblingen. Erst als ich den „Hamlet“ teilweise auf Englisch gespielt habe, ihn dafür gründlich lesen musste, hat sich mir die Genialität Shakespeares erschlossen. Seitdem schätze ich Shakespeare sehr.

Glaubst du an die  Liebe auf den ersten Blick, gibt es das?

Jein. Es gibt erste Begegnungen, bei denen man etwas Besonderes spürt. Ob das gleich Liebe ist, oder ob dieses Gefühl `Liebe` meint, wie andere es verstehen, weiß ich nicht. Ich habe ES aber schon erlebt, dass aus einer solchen Begegnung tatsächlich Liebe wurde.

Glaubst du, Romeo und Julia wären miteinander glücklich geworden?

Ich wünsche mir, dass sie es könnten. Ich hoffe, dass dieser anfängliche, euphorisierende Zustand anhalten kann, aber ich glaube es nicht. Ich selbst habe so etwas noch nicht erlebt. Trotzdem denke ich, dass man glücklich sein kann, auch wenn man die erste Phase hinter sich gelassen hat.

Anton Pohle

Geboren 1986 in Halle/Saale, 2008 bis 2011 Studium Schauspiel an der „Art of Acting – Schule für Schauspielkunst Berlin“, Arbeiten u.a. mit Verena Busche, Andreas Poppe und Uli Hoch, seit August 2011 Mitglied von Theater.Macht.Staat., dort u.a. als Güldenstern zu sehen. Derzeitiger Wohnort Berlin.

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