Der Priester und die Amme

Adam Veil freut sich auch dieses Jahr dabei zu sein:

Wir werden dich diesen Sommer in einer Doppelrolle als Amme und Pater Lorenzo erleben: Welche der beiden Rollen reizt dich mehr?

Ich empfinde es grundsätzlich als falsch bei mehreren Rollen eine Rolle zu favorisieren, da dadurch meiner Ansicht nach automatisch eine Abwertung der anderen Rolle erfolgt. Dementsprechend freue ich mich wahnsinnig auf beide Rollen. Denn beide haben eine wunderbare Komplexität und eine herausfordernde Tiefe, die es für mich zu füllen gilt.

Du spielst eine Frauenrolle. Eine Tradition des elisabethanischen Theaters, welche Lösung habt ihr gefunden?

Ich bin selber sehr gespannt wie wir diese Herausforderung angehen werden. Bis jetzt liegt die Lösung darin, nicht eine Frau im eigentlichen Sinne zu spielen, sondern einen schwulen Mann. Ich habe bis jetzt noch nicht an dem „Ammerich“ gearbeitet, jedoch allein bei den Leseproben ergaben sich schon sehr schöne und lustige Momente durch diesen Ansatz. Ich bin sehr gespannt wie der „Ammerich“ am Ende sein wird.

Du warst bereits bei den „Nibelungen2011“ als Etzel und Siegfried zu sehen. Was hat dich davon überzeugt auch dieses Jahr wieder dabei zu sein?

Da gibt es verschiedene Gründe: Ich wollte schon immer mal Romeo und Julia spielen. – Shakespeare Stücke sind für mich immer eine große Freude und Herausforderung. – Ich arbeite sehr gerne mit unserem Regisseur Stefan Kreißig. Ich schätze seine Arbeitsweise sehr. – Ich mochte und mag es sehr auf den Thüringer Burgen und Schlössern zu spielen, denn hier entsteht eine ganz andere Atmosphäre als auf der üblichen Theaterbühne.

Welches ist für dich der berührendste Augenblick im Stück?

Da gibt es mindesten vier Szenen die sich meiner Meinung nach ihren Weg in die Köpfe der Menschheit gearbeitet habe: Die Balkonszene selbstverständlich. Dann natürlich der berühmte Kampf zwischen Mecutio, Tybalt und Romeo. Die Bettszene. Und Last but Not least selbstverständlich die Sterbeszene von Romeo und Julia am Ende des Stücks.

Adam Veil

geboren 1980, 2006-2010 Schauspielausbildung an der Berliner Schule für Schauspiel, 2011 Regie einer selbstgeschriebenen kindgerechten Fassung der „Zauberflöte“, u.a. engagiert am Theater unterm Dach Berlin und Theater der Altmark Stendal, 2011 als Siegfried u. Etzel bei den „Nibelungen2011“.

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