Ein starkes Stück

Stefan Kreißig, der Regisseur und künstlerische Leiter von „RomeoundJulia2012“, über seine Zuneigung zu Shakespeares Klassiker.

Warum „Romeo und Julia“?

Shakespeare ist ein Meister der emotialen Manipulation: Obwohl wir von Beginn an wissen, wie das Stück endet, hoffen wir bis zum Schluß. Wir lachen und weinen an den richtigen Stellen.  Es ist einfach ein großartiger Theatertext und er hat uns auch heute noch viel über die Themen „Hass“ und „Liebe“ zu erzählen.

Einige Gesichter im Ensemble und im Team sind aus den vorherigen Produktionen bekannt, andere sind dieses Jahr erstmals dabei. Worauf achtest du bei der Zusammenstellung?

Meistens suche ich die Besetzung nach den Rollen der von uns erstellten Fassung aus. Wem traue ich was zu, wer kann sich über die Arbeit an der Rolle weiterentwickeln, wer hat Lust was zu spielen. Mit wem kann ich mir überhaupt eine Zusammenarbeit vorstellen.

Die Produktion ist auf Tournee ausgelegt. Ergeben
sich dadurch besondere Anforderungen?

Der Aspekt des „Wandertheaters“, die wechselnden Spielorte, machen einen Teil der besonderen Attraktion aus. Es ist eine gute Mischung zwischen bekannten Veranstaltungsorten wie Schloss Heidecksburg, Burg Ranis und Orten, die noch nicht so etabliert sind.

Aber klar, die unterschiedlichen Bühnenräume verlangen eine große Flexibilität in den Arrangements des Stückes. Die Ergebnisse unserer Probenarbeit müssen den örtlichen Herausforderungen gewachsen sein.

Bereits zum drittenmal inszenierst du ein Sommertheater auf Thüringer Schlössern und Burgen. Wird es im nächsten Jahr eine Fortsetzung geben?

Das wird sich nach dem Ende des diesjährigen Projektes herausstellen. Bislang ist das Interesse an unserer Arbeit ungebrochen. Im Gegenteil! Bereits das Premierenwochende war ausverkauft. Genauso auch unsere Vorstellungen auf Burg Ranis, dem Oberschloss Kranichfeld und Schloss Heidecksburg.

Wir würden mit unserem Sommertheater sehr gerne weitermachen. Die Region ist großartig, die Kulissen beeindruckend  und es macht großen Spaß für so ein tolles Publikum zu arbeiten.

Stefan Kreißig

Foto: Volkmar Knoch

Inszenierte bereits „Hamlet 2010“ und „Nibelungen2011“ auf den Thüringer  Burgen und Schlösser.  Schauspielausbildung  am Max-Reinhardt-Seminar in Wien, war festes Ensemblemitglied am Badischen Staatstheater Karlsruhe und am Landestheater Rudolstadt. Er lebt als freier Regisseur und Schauspieler in Berlin.

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